Über uns
Seit 1964 finden Sie unsere Werkstatt auf der Normannenstraße 38 in Neuss.
Gegründet vom Senior Wolfgang Kuhn bildet der Betrieb kontinuierlich aus. Auch die drei Kinder Dagmar, Harald und Alexander wählten den Beruf des Steinmetz und Steinbildhauers und errangen mit ihren Gesellenstücken erste Plätze im praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjugend auf Bundesebene.
Dagmar Kuhn wechselte in den Betrieb ihres Ehemannes in Schwelm. Alexander Kuhn machte sich im Bereich Licht- und Tontechnik selbstständig und übernahm das Hobby des Vaters: die Zauberei.
Harald Kuhn, der 1986 die Meisterprüfung ablegte und seitdem den Seniorchef im Betrieb unterstützte, übernahm nach dessen Tod die Führung des Betriebes.
Als Nachwuchs begrüßen wir nun auch Tochter Victoria Kuhn. 2019 startete sie die Ausbildung zur Steinbildhauerin und kann nun, 6 Jahre später, 3 verschiedene Abschlüsse vorzeigen. Den staatlich geprüften Steintechniker und Gestalter (Bachelor professional of Steintechnik / Gestalter) wie auch den Meistertitel.
Um diese Titel zu erhalten besuchte sie 2 Jahre die staatliche Fachschule in Wunsiedel und absolvierte diese mit einem Durchschnitt von 1,36.
Seit der Gründung fertigt der Betrieb an der Normannenstraße hochwertige Arbeiten im Bereich Gestaltung in Stein für Friedhof, Garten und Architektur in allen zur Verfügung stehenden Materialien.
Arbeiten im Bereich Grabmal sind auch auf den Landes- und Bundesgartenschauen bis hin nach Cottbus vertreten und werden immer wieder von strengen Juroren mit Gold- und Silbermedaillen ausgezeichnet.
Neben dem Grabmalbereich werden auch alle anfallenden Arbeiten mit Schwerpunkt an massivem Naturstein im Restaurierungsbereich durchgeführt sowie Entwurf und Ausführung von Brunnen, Fassadenelementen und kleinen und großen Skulpturen für den Garten oder den Innenbereich.
Von Christopf Kleinau - Rheinische Post - NGZ - 25.04.2026 15 Uhr
Diesen Stein verstehen nur Neusser
Neuss ·
Ein Grabstein zeigt das Obertor, ein anderer zählt die Tage bis zum Schützenfest. Drei Neusser Steinbildhauer überzeugen bei einem Innungswettbewerb die Jury mit ungewöhnlichen Arbeiten. Für den Erfolg gehen sie auch Risiken ein.der.
Das Handwerk zeigt, was es kann. Auch das gehört zur Landesgartenschau. Aber nicht nur die Damen und Herren mit dem grünen Daumen präsentieren sich, sondern auch die mit Meißel und Spalthammer – die Steinmetze. Besonders filigrane Arbeiten, die sie dem Gestein abgerungen haben, sind auf dem Feld der Mustergräber der Laga zu sehen, gleich neben der Lichtkirche. Dort zeigt sich die handwerkliche Steinbildhauerei in vielen Facetten, weswegen man eine Sorte Grabstein vergeblich suchen wird: „Das polierte Kotelett auf Sockel“, wie es Steinbildhauermeister Harald Kuhn ausdrückt, die Industrieware.
Kuhn ist nicht nur Botschafter für das „Immaterielle Erbe Friedhofskultur“, sondern auch einer von drei Steinbildhauern aus Neuss, die sich mit einem Grabsteinentwurf an einem Wettbewerb der Landesinnung NRW zur Laga in ihrer Heimatstadt beteiligt haben, ausgewählt wurden, ausstellen dürfen – und nach dem Urteil einer sechsköpfigen Jury mit einer Medaille ausgezeichnet wurden. Eine Anerkennung der Zunft, die nur noch durch eine Ehrung übertroffen werden könnte: Dass nämlich die Steine auf der Laga einen Käufer finden. Zwei ihrer Ausstellungsstücke auf der Landesgartenschau in Höxter vor drei Jahren seien danach im Weserbergland geblieben, sagt Cornelia Pastohr stolz. Geht also.
Insgesamt acht Medaillen gingen an die drei Steinmetze aus Neuss, eine davon wurde sogar vergoldet. Die Ausstellungsstücke entstanden in der für die Friedhofsbildhauer eher mauen Winterpause ab Dezember – mit einer Ausnahme. Harald Kuhn (64) und seine Tochter Victoria (32) stellen eine mit Silber prämierte Arbeit aus, die schon vor mehr als 30 Jahren in dem Betrieb auf der Furth entstand. Die Form erinnert an einen Parfümflacon, denn genau das war die Profession des Toten, auf dessen Grab die anpolierte Granitsäule stand. Das Grab wurde nach dem Ende der Ruhezeit eingeebnet, der Stein zurückgenommen und recycelt, wie es Victoria Kuhn nennt. Denn: Ist nicht Nachhaltigkeit auch ein großes Laga-Thema?
Dieser Stein ist beschriftet, denn das Aufsetzen oder Eingraben von Schriften gehört zur gestalterischen Arbeit. Adamec und Evienne Flaconeur (von Flacon!) ruhen nun angeblich in seinem Schatten, aber das kann nicht sein. Um jedem Betrachter zu zeigen, dass dies kein echtes Grab ist, reicht schon ein Blick auf die angegebenen Lebensdaten. Adamec wird demnach erst in ferner Zukunft geboren werden – nämlich im Jahr 3456 unserer Zeitrechnung. Und sein Todesjahr wird 5678 gewesen sein.
Markus Mößmer (61) hat auf eine Beschriftung verzichtet. Er wolle den künftigen Erwerber in keiner Form vorab festlegen, sagt der Neusser, der im Zuge einer Unternehmensnachfolge einen Betrieb in Düsseldorf übernehmen konnte, der sonst wohl von der Bildfläche verschwunden wäre. Dort widmete er einem in Hessen gebrochenen Hartstein (Typ: „Diabas“) für die Laga-Bewerbung einige Wochen lang seine ungeteilte Aufmerksamkeit. Auf dem gradlinig behauenen Quader prangt nun – detailreich herausziseliert – das Obertor, zu dem auch Mößmer eine besondere Beziehung hat: Als Posaunist im Musikverein Holzheim zieht er an den Ehrenabenden mit den Schützen durch das Tor in die Stadt. Diesen Durchgang hat er in seiner Arbeit aber geschlossen gelassen – damit nicht irgendjemand dort eine Brechstange ansetzen kann. Den Preis für seine Arbeit veranschlagt er grob mit 5000 Euro. Er würde ihn auch für weniger hergeben, „wenn er einen guten Platz bekommt“, betont Mößmer.
Cornelia Pastohr (46), die ihre Werkstatt seit 2009 in der Nordstadt hat, hat eine Goldmedaille für einen Stein bekommen, der die mittelalterlichen Stadttore, das Globe aber auch den Stadtpatron St. Quirin auf seiner Kuppel zeigt und in den die Liedzeilen des Neusser Heimatliedes eingegraben sind. „Ich bin halt Neusserin“, sagt sie. Fast noch mehr aber mag Pastohr den – knapp „nur“ silberprämierten – Stein in Schlüssellochform, den sie aus Carrara-Marmor gefertigt hat und der den Stadtpatron im Halbreflief zeigt. Das kommt bei Sonnenschein besonders gut zur Geltung, wenn die Konturen Schatten werfen. Auf dem Stein hat sie auch marschierende Sappeure und Grenadiere verewigt (weil die wegen ihrer Uniform einfach erkennbar dargestellt werden können) und daneben eine – notfalls wieder zu entfernende – Schützenuhr integriert. Die zeigt exakt die Zeitspanne zwischen der Eröffnung der Laga und dem Böllern zum Schützenfestauftakt an: 135 Tage: 01 Stunden: 00 Minuten: 00 Sekunden. „Damit bin ich ein großes Risiko eingegangen, denn diesen Stein verstehen nur Neusser“, sagt Pastohr. Aber genau für dieses schöne Stück hat sie schon einen Interessenten.
Von Sophia Kupferschmidt - Rheinische Post - NGZ - 10.01.2026 , 10:00 Uhr
Steinmetz-Lehrling aus Neuss abgeschoben
Noch heute kann sich Harald Kuhn, Inhaber einer Neusser Steinbildhauerei, genau an den 18. November 2025 erinnern. „Es war ein Schock in den Morgenstunden.“ Denn: Er hatte erfahren, dass sein Lehrling Arthur B. nach Armenien abgeschoben wurde.
Aus Sicht von Kuhn ist es ungerecht, dass es ausgerechnet den 20-Jährigen getroffen hat. Anfangs sei Arthur B. schüchtern gewesen, habe sich auf der Arbeit kaum getraut zu sprechen, erzählt Kuhn. Die Lehre hat er im Januar 2025 bei ihm begonnen. Doch mit der Zeit integrierte er sich vollends in Neuss und den Betrieb: Er lernte Deutsch, fand Freunde und taute auf, sagt der Inhaber. Kuhn habe sich bemüht, dass sich der Armenier bei ihm wohlfühlt. Er lernte mit ihm die Sprache, half ihm aber auch bei allen möglichen Anliegen wie der Wohnungssuche – zeitweise wohnte er sogar bei ihm zur Untermiete. „Auch in der Schule waren alle schockiert, als sie davon erfahren haben, dass Arthur nicht mehr da ist“, erzählt Kuhn. Er habe sich auch dort total integriert.
Verwundert hat es Kuhn, dass sein Lehrling trotz eines gültigen Ausbildungsvertrags abgeschoben wurde. Tatsächlich unterscheidet das Asylgesetz nicht danach, ob Asylbewerber während ihrer Duldung arbeiten. Eine vorübergehende Arbeitserlaubnis hat demnach keine Auswirkungen auf die Entscheidung über den Asylantrag.
Auf Nachfrage habe Kuhn erfahren, dass es wohl an einer fehlenden Ausbildungsduldung lag, dass der 20-Jährige zurück nach Armenien musste. Er könne nicht nachvollziehen, warum Arthur B. nicht früher auf das fehlende Dokument aufmerksam gemacht wurde – damit er es rechtzeitig hätte nachreichen können. „Woher soll der Junge wissen, wie deutsche Bürokratie funktioniert?“. Besonders ärgere er sich über das Vorgehen der Stadt. So hatte Arthur B. bereits mehrere Wochen vor November einen Termin beim Integrationsamt, der allerdings kurzfristig abgesagt wurde. Bei einem neuen Termin habe der Drucker im Amt nicht funktioniert, weshalb auch dieser verlegt werden musste.
Daraufhin habe sich der 20-Jährige mehrmals an das Amt gewandt, aber keine Rückmeldung erhalten. Das führte dazu, dass Arthur B. persönlich zum Amt ging und an die Tür geklopft habe. Mit Erfolg: Er erhielt einen Termin. Dieser besiegelte allerdings seine Abschiebung. Denn als er am 18. November dort war, seien ihm die Handschellen angelegt worden und er wurde in den Flieger nach Armenien gesetzt, erzählt Kuhn.
Auf Nachfrage unserer Redaktion, ob diese Schilderungen stimmen, kann die Stadt Neuss, zu der das Integrationsamt gehört, aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Auskunft geben. „Grundsätzlich werden Antragsteller und Antragstellerinnen, bei denen die Möglichkeit der Ausstellung einer Ausbildungsduldung vorliegen, dahin gehend informiert“, betont Stadtsprecher Marc Bohn. Oft liegen jedoch Ausschlussgründe für eine Erteilung dieser vor. Bei Fällen mit mandatierten Rechtsbeiständen – also etwa einem beauftragten Anwalt – müsse von einer Kenntnis der geltenden Rechtslage ausgegangen werden.
Tatsächlich hatte Arthur B. einen Anwalt aus Duisburg, der für ihn tätig war. Auf Nachfrage unserer Redaktion, wie es zu der Abschiebung kommen konnte, reagierte dieser allerdings nicht. Warum es für Arthur B. so schwierig war, einen Termin zu bekommen, kann der Stadtsprecher ebenfalls nicht konkret beantworten. „Die Terminbuchung beim Integrationsamt der Stadt Neuss ist jederzeit über das Online-Buchungsportal oder per E-Mail möglich.“ Absagen in Einzelfällen seien einer akuten Erkrankung der Mitarbeiter oder Ähnlichem geschuldet. „Eine verallgemeinerte Schwierigkeit der Terminbuchung kann nicht bestätigt werden.“ Arthur B. ist nicht die einzige Person, die Neuss wieder verlassen musste: Im Jahr 2025 sind insgesamt 47 Personen abgeschoben worden (Stand 12. Dezember 2025).
Unsere Redaktion konnte den jungen Armenier bislang nicht erreichen. Laut Kuhn ist der 20-Jährige seit Januar beim armenischen Militär. Nicht freiwillig: Er sei in seinem Land erpresst worden und es sei ihm angedroht worden, dass seiner Familie etwas passiert, wenn er sich dem Dienst nicht stellt. Im Neusser Betrieb fehle der Lehrling. „So einen Mitarbeiter wie Arthur würde ich jederzeit wieder mit Kusshand nehmen“, bedauert Kuhn.
Von Sophia Kupferschmidt - Rheinische Post - NGZ - 19.08.2025 , 10:00 Uhr
Victoria Kuhn zeigt ihr
Meisterstück: eine verdrehte Säule, die sie für ihre Prüfung in Wunsiedel in Bayern angefertigt hat.
„Die Arbeit muss perfekt sein, denn sie bleibt ein Leben lang“
Victoria Kuhn möchte die Steinbildhauerei ihres Vaters übernehmen und hat kürzlich ihren Meister in Bayern gemacht. Als Frau im Handwerk sieht sie einige Vorteile gegenüber ihren männlichen Kollegen.
Neuss - Obwohl Victoria Kuhn zwei ältere Brüder hat, ist sie die Einzige, die das Handwerk ihres Vaters weiterführen möchte. Sie sei auch das einzige Kind gewesen, dem ihre Eltern zugetraut hatten, die Steinbildhauerei Kuhn zu übernehmen, erzählt die 32-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion. Ihre Mutter lobte immer ihre Kreativität, ihr Einfühlungsvermögen und ihr Auge für das Gestalten. Um der Aufgabe gewappnet zu sein, hat Kuhn einiges in ihre Karriere investiert, zuletzt ist sie dafür sogar nach Bayern gezogen.

Kuhn entschied sich, die Branche zu wechseln, und machte die Ausbildung in einem anderen Steinmetzbetrieb. „Mein Vater war Feuer und Flamme“, erzählt sie. Bereits als Kind war sie mit ihren Eltern auf dem Friedhof, um Schablonen zu halten. Etwa 90 Prozent der Arbeit in dem Betrieb besteht aus der Gestaltung von Grabsteinen, der Rest aus Restaurierungen.
Anschließend besuchte Kuhn die staatliche Fachschule für Steintechnik und Gestaltung im bayerischen Wunsiedel im Fichtelgebirge. „Die nächste Schule wäre in Aschaffenburg gewesen – aber ich dachte, wenn ich die Weiterbildung mache, mache ich sie richtig.“ In Wunsiedel seien die Kurse klein und damit persönlich gewesen, zudem habe es viele praktische Projekte gegeben. „Ich habe Möbelstücke gebaut oder Schweißen gelernt.“
Für ihre Abschlussprüfung wurde die Neusserin mit dem Meisterpreis der bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet, eines ihrer Werke – eine Vase aus Keramik – belegte bei der Danner-Stiftung den zweiten Platz. Jetzt ist sie nach ihrem Abschluss wieder zurück in Neuss. „Mein Meisterstück steht neben dem Meisterstücks meines Vaters im Garten“, sagt Kuhn. Es fühle sich so an „als wäre ich nie weg gewesen“.
Allerdings: „Ich fühle mich noch nicht als Meisterin“, gibt sie im Gespräch zu. „Dafür fehlt mir die praktische Erfahrung.“ Die könne Kuhn jetzt im Betrieb ihres Vaters sammeln, wo sie gerade eingearbeitet wird. Das genaue Datum, an dem sie das Unternehmen übernimmt, steht noch nicht fest. „Ich denke, es wird in den nächsten fünf Jahren sein.“
Als Frau sei es etwas Besonderes, sich für den Beruf als Steinmetzin zu entscheiden: „In unserem Kurs in Wunsiedel waren wir neun Personen und nur drei Frauen.“ Sie sehe das aber nicht als Nachteil. „Oft arbeiten Frauen genauer und haben ein Auge für Details“, erzählt Kuhn. Das sei etwa bei feineren Arbeiten wie Schriften wichtig. „Wenn man kein Köpfchen hat, profitiert man auch von den Muskeln nicht.“ Schließlich müsse man in der Werkstatt überlegen, wie man seinen Rücken möglichst gut schonen kann.
Kuhn begeistert sich besonders für diese Liebe zum Detail. „Es ist ein schönes Gefühl, über den Friedhof zu gehen und Arbeiten wiederzuerkennen.“ Zum Beispiel, wenn ein Rotkehlchen im Grabstein eingraviert ist. „Und der Betrachter auch wirklich erkennen kann, dass es ein Rotkehlchen – und nicht nur ein Vogel – ist.“ Solche Arbeiten von Kuhn stehen zwar noch nicht auf dem Friedhof, sie war aber bei einigen Werken in den Entstehungsprozess involviert, hat beispielsweise Kunden beraten oder Schriften vorbereitet.
Wenn Trauernde zu ihnen kommen, berühre Kuhn das noch immer emotional, sagt sie. „Natürlich nimmt mich das mit. Aber trotzdem müssen wir den Kunden sachlich beraten.“ Sie sei sich ihrer Verantwortung in ihrer Arbeit bewusst. „Es muss perfekt sein, denn der Grabstein bleibt ein Leben lang.“
Von Christoph Kleinau - Rheinische Post - NGZ - 12.06.2023 , 15:15 Uhr
Das Rathaus in Neuss wird saniert - ein Besuch

Als Auszubildender durfte Harald Kuhn aus einem Kalksteinblock das Neusser Stadtwappen herausarbeiten, das seit Oktober 1979 über dem „Bürgermeister-Balkon“ an der Rathausfassade prangt.
Als gestandener Steinbildhauermeister kehrte er nun zu dieser frühen Arbeit zurück – gemeinsam mit Tochter Victoria und Blattgold im Wert eines kleinen Urlaubs. Denn das war im Lauf der Jahre verloren gegangen.
Rund 100 Arbeitsstunden investierten Kuhn und seine Tochter, die sich anschickt, den elterlichen Betrieb auf der Furth weiterzuführen, in die Überarbeitung des Stadtwappens. Ein Gerüst mussten sie nicht stellen, denn das stand schon. Aufgerichtet wurde es für die weitgehend abgeschlossene Sanierung des Rathausdaches und der Fenster auf der Marktseite. Dabei war aufgefallen, dass dem Wappen eine kleine Schönheitskur ebenfalls gut täte.
Als das Wappen vor mehr als vier Jahrzehnten die Werkstatt der Firma Kuhn verließ, waren die Löwen des Stadtwappens noch nicht golden gefasst. Das hätten Handwerker der Malerinnung später nachgeholt, sagt Kuhn, der sich darüber seinerzeit – wie er betont – gar nicht freute. Doch inzwischen ist das Wappen in seiner Gesamtheit ein bekannter Blickfang am Rathaus, eine eigene Marke. Also wurde der Rest Blattgold zwar entfernt, anschließend aber wieder neues aufgebracht. „Ein Unterschied wie Tag und Nacht“, lobt Kuhn das Ergebnis. Den Rest des Kalksteines musste er nur grob reinigen, die Farben im Wappenschild konnte er so belassen.
Kuhns konnten das Gerüst schon wieder verlassen. Das soll bis zum Schützenfest abgebaut sein.









